MaBV

Verordnung über die Pflichten der Makler, Darlehensvermittler, Bauträger und Baubetreuer (MaBV)
Zahlungsplan fürs Haus

Die Makler- und Bauträgerverordnung regelt die Gestaltung des Zahlungsplans. Ein erworbenes Haus vom Bauträger wird nach diesem Zahlungsplan beglichen. Anders als bei einem Architektenhaus gehen die Zahlungen nicht an die einzelnen Firmen oder Handwerker sondern an den Bauträger. Dabei muss beachtet werden, dass die Zahlung nicht nach Belieben erfolgen darf sondern sich nach den Vorgaben der MaBV sowie an Paragraph 34c der Gewerbeordnung (GewO) richtet.

Die Anwendung der Makler- und Bauträgerverordnung

Die Makler- und Bauträgerverordnung kann nur genutzt werden, wenn der künftige Bauherr ein noch zu errichtendes Haus (inklusive Grundstück) von einem Bauträger (Bauunternehmen) kauft. Alternativ gibt es die Möglichkeit des Erbbaurechts. Dafür wird ein notarieller Vertrag abgeschlossen, der den Kauf des Grundstücks (beziehungsweise die Erlangung des Erbbaurechts) gemeinsam mit der Bauverpflichtung zusammenfasst.

 

Die MaBV legt auch fest, dass:

  • der Bauträger die ihm überlassenen Gelder nur für das jeweilige Bauprojekt einsetzt und sie von dem Privatvermögen trennt
  • der Bauträger eine Sicherheit in Höhe der vom Bauherrn eingesetzten Vermögenswerte leisten kann
  • als Bürge ein Kreditinstitut eingesetzt wird und/oder eine entsprechende Versicherung abgeschlossen wird

 

Entlohnt wird der Bauträger erst, wenn:

  • der Vertrag rechtswirksam ist
  • der Grundbucheintrag vorhanden ist
  • das Grundstück von eventuellen Grundpfandrechten freigestellt ist
  • die Baugenehmigung erteilt ist

 


 Klare Regelungen für die Baufinanzierungen

 

Für die Baufinanzierung hat ein Bauträger im Prinzip zwei Möglichkeiten

  1. Entweder stellt er dem Käufer erst nach Fertigstellung und Abnahme eine Rechnung. Das wäre sehr ungünstig für ihn, da er in Vorleistung treten müsste.
  1. MaBVOder er stellt einen Zahlungsplan gemäß der Makler- und Bauträgerverordnung auf. Die Verordnung regelt, wann und wie viel der Käufer eines Bauträgerobjekts zahlen muss.

 

Diese Gewerke beinhaltet der Zahlungsplan der MaBV

 

Der Zahlungsplan laut Makler- und Bauträgerverordnung listet 13 verschiedene Gewerke auf. Der Bauträger darf allerdings nicht für jedes einzelne Gewerk eine Rechnung schreiben. Maximal sieben Teilzahlungen darf er veranlassen. Der Zahlungsplan legt fest, wie viel Prozent der Gesamtkosten der Bauträger für die einzelnen Gewerke veranschlagen darf. Wärend der Bauphase müssen dem Bauherren dann in der Regel alle Rechnungen vorgelegt werden.

 

Die 13 Gewerke

 

  1. Gewerk:

30 Prozent der vereinbarten Summe kann der Bauträger nach Beginn der Erdarbeiten veranschlagen, wenn das Grundstück mit verkauft wird. Bei einem Erbbaugrundstück sind es lediglich 20 Prozent.

  1. Bis 13. Gewerk:

Für die übrigen zwölf Gewerke kann der Bauträger laut MaBV die restliche Vertragssumme, also 70 Prozent der Gesamtsumme veranschlagen.