Kamine und Kachelöfen

Kamine und Kachelöfen
Behagliche Atmosphäre durch natürliche Wärme

 

Kamine und Kachelöfen

In modernen Haushalten und Neubauten finden sich immer öfter Kamine und Kachelöfen anstelle eines langweiligen Heizkörpers.

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten für die Wärmeversorgung durch den Einsatz von Holz.

Neben der Wohlfühlatmosphäre können Sie, während der kalten Monate, sogar richtig Geld einsparen.

 

Zur Temperierung, der natürlich erzeugten Wärme im Raum, eignen sich Kamine und Kachelöfen.

 

Kaminöfen:
  • frei aufstellbare Öfen aus Stahlblech
  • sind kleiner als Kachelöfen
  • besitzen einen Heizeinsatz aus Metall
  • Modelle mit hoher Wärmespeicherkapazität erhältlich
  • Heizraum ist mit Schamottsteinen ausgekleidet
  • besitzen ein Sichtfenster
  • problemloser Platzwechsel oder Umzug
  • die Außenhaut des Kaminofens besteht aus Wärmespeichermaterialien (zum Beispiel Speckstein,Natur- oder Kunststeinplatten)

 

Kachelöfen:
  • gemauerte Grundöfen
  • besitzt viel Speichermasse und lange Rauchgaszüge
  • gibt über eine große Oberfläche und eine lange Zeit Wärme ab;große Wärmespeicherkapazität
  • strahlt eine sehr angenehme, gleichmäßige Wärme aus
  • Warmluftkachelöfen (eine Art Hybrid aus Kachel- und Kaminofen) besitzen eine verputzte und gekachelte Ummantelung
  • warme Luft kann durch geschickt positionierte Luftauslässe in verschiedene Bereiche des Hauses geleitet werden
  • besitzen mittlerweile auch ein Sichtfenster

 

Achtung:
  • Wenn man das ganze Haus mit Holz beheizen möchte, kommt ein Festbrennstoffkessel zum Einsatz. Hier ist die Zuschaltung eines Pufferspeichers sinnvoll – überschüssige Wärme wird aufgenommen und solange zwischengespeichert bis man die Wärme benötigt
  • Öfen mit Wärmetauschern dürfen teilweise sogar nur in Kombination mit einem Pufferspeicher in Betrieb genommen werden.
  • Bei Stückholzkesseln sind Notkühlsysteme notwendig

 

Modelle mit Wassertaschen:
  • die Öfen werden von Heizungswasser durchströmt und nehmen dabei Wärme aus dem Ofen auf
  • in gut gedämmten Wohnhäusern erzeugen Einzelraumfeuerungen als Zusatzheizung oftmals zu viel Wärme
  • die Wärmeenergie kann deshalb perfekt für die Warmwasserbereitung genutzt werden
  • als alleiniger Wärmeerzeuger einsetzbar oder als Zusatzheizung zum konventionellen Heizkessel – dies erfordert allerdings eine sorgfältige Planung und einen ausreichend großen Warmwasserspeicher

 

Was ist der Unterschied zwischen Stückholz, Holzbriketts und Holzpellets?

Vor der Anschaffung eines Kaminofens muss die Entscheidung für einen bestimmten Brennstoff fallen, da die Bauart des Kaminofens entsprechend auf den Brennstoff ausgelegt sein muss. Während sich Kaminofeneinsätze, die für das Verbrennen von Scheitholz ausgelegt sind auch mit Holzbriketts betreiben lassen, erfordert das Heizen mit Pellets einen Spezialofen.

 

Stückholz:

Stückholz nennt man ofenfertige Holzscheite mit einer Länge von 25-35cm.

Fertiges Brennholz gibt es als Weich- oder Hartholz zu kaufen.

 

Holzbriketts:

Die Alternative zu Scheitholz, in Quader oder Zylinder gepresste Holzspäne.

 

Holzpellets:

Vergleichbar mit Holzbriketts; Zylindrische Presslinge aus naturbelassenem Holz, Sägemehl und Hobelspänen. Diese Holzpellets sind nur für spezielle Pelletöfen geeignet.

 

Für was braucht ein Ofen Luft?

Die Luftzufuhr ist für den Ofen sehr wichtig. Man unterscheidet Öfen mit raumluftabhängiger und raumluftunabhängiger Verbrennung.

Öfen mit raumluftabhängiger Verbrennung findet man in Häusern älteren Baujahrs, in denen ausreichend Luft über Fugen und Undichtigkeiten zum Ofen gelangen. Im Winter ist dann zwar die Luftfeuchtigkeit niedrig, allerdings geht auch ein großer Teil der Heizwärme, durch Zugerscheinungen im Fußbodenbereich und an den Fenstern, verloren.

Moderne wärmegedämmte Häuser und Wohnungen werden aus Energiespargründen bewusst dicht ausgeführt. Daher muss der Betrieb des Ofens dann raumluftunabhängig erfolgen. Dafür wird ein spezielles Rohr verlegt, damit die Außenluft durch das Rohr in den Feuerraum gelangt.

 

Gibt es Voraussetzungen?

Alle Heizgeräte für Festbrennstoffe benötigen einen Kamin.

Dieser muss entsprechend der jeweiligen Landesvorschriften und deren Verordnungen über Feuerungsanlagen bzw. der Feuerungsverordnung (FeuV) ausreichend weit über das Dach geführt werden und mit vorschriftsmäßigen Erschließungshilfen (Leiter, Trittrost usw.) oder anderen gefahrlosen Putzmöglichkeiten für den Kaminkehrer versehen sein. Auch der Querschnitt des Kaminzugs muss ausreichend groß sein.

Auch für die Aufstellung des Kamins gibt es von Bundesland zu Bundesland unterschiedliche Bestimmungen, die einzuhalten sind. Das liegt daran, weil die Anforderungen der einzelnen Landesbauordnungen unterschiedlich sein können.

Kamine und Kachelöfen können erst in Betrieb genommen werden, wenn Sie eine Genehmigung und Abnahme der Anlage durch einen Bezirkskaminkehrer eingeholt haben. Dementsprechend ist dies immer notwendig.

Schon bei der Planung ist darauf zu achten, dass die Kamine und Kachelöfen am Besten in der Gebäudemitte und nicht an Außenwänden platziert wird. Durch die allseitige Wärmeabstrahlung sollte der Kamin frei stehen. Da speziell Kamine und Kachelöfen sehr schwer sind, sollten diese auf einem tragfähigen Untergrund stehen.

 

  • Es muss sich mindestens 30 cm neben und 50 cm vor dem Ofen ein nicht brennbarer Bodenbelag befinden, dieser kann aus Stein, Fliesen, Metall oder Glas bestehen.
  • An der Rückseite sollte man mindestens 20 cm Abstand halten und im Strahlungsbereich einer verglasten Feuerraumöffnung sollten mindestens 80 cm Abstand zu brennbaren Gegenständen eingehalten werden.
  • Das Rauchrohr muss mindestens 20 cm Abstand zu nicht brennbaren Decken und etwa 45 cm Abstand zu brennbaren Decken einhalten.

 

Brennstoffe

Der Betrieb von Öfen ist generell mit allen Holzarten möglich, allerdings sollte das Holz trocken und abgelagert sein. Nasses Holz erzeugt weniger Wärme, weil viel Energie für die Wasserverdampfung verloren geht. Es kann zu einer unvollständigen Verbrennung bei zu niedriger Temperatur kommen und es können sich dabei unangenehme und giftige Gase entwickeln. Zeichen einer unvollständigen Verbrennung sind Kohlestücke in der Asche und viel Ruß.

Schwere Laubhölzer wie Buche, Eiche oder Esche brennen länger als leichte Nadelhölzer wie zum Beispiel Fichte, Tanne oder Kiefer. Nadelholz neigt durch den Harzgehalt zur Funkenbildung.

Dementsprechend eignet sich fein gespaltenes, trockenes Nadelholz perfekt als Anzündholz.

Bitte heizen Sie auf keinen Fall mit Abfall wie zum Beispiel mit imprägnierten, kunststoffbeschichteten, lackierten oder anderweitig behandelten Hölzern oder Holzwerkstoffen. Auch Spanplatten gehören auf gar keinen Fall in den Ofen. Bei ungeeigneten Brennmaterialien lagern sich Ruß und Teer in Kaminzügen und Schornsteinen ab. Die Ablagerungen verschlechtern die Wärmeabgabe und können zur Versottung oder zum unkontrollierten Kaminbrand führen.

Der Kaminanschluss sollte auf jeden Fall verschlossen werden, wenn die Feuerstelle nicht in Betrieb ist! Ansonsten kann die erwärmte Raumluft durch den Kamin abgezogen werden.