Das Bauträger ABC

Das Bauträger ABC

Das Bauträger ABC bringt Ihnen unsere Fachwörter näher. Wir stellen regelmäßig neue Begriffe aus unseren Artikeln ein und erläutern Ihnen diese kurzbündig.

 

Altlasten

Altlasten unterliegen dem Bundesbodenschutzgesetz (BBodSchG).

Unter Altlasten versteht man Bodenverunreinigungen.

 

Baubeginn

Der Baubeginn muss eine Woche vorher bei der zuständigen Behörde und beim zuständigen Schornsteinfeger angemeldet werden. Der Bauleiter muss auf der Anzeige des Baubeginns benannt werden und den Antrag unterschrieben haben.

 

Baubeschreibung

In der Baubeschreibung/Grundlagenurkunde finden sich in erster Linie Regelungen über die Art der Bebauung (die sogenannte Leistungsbeschreibung), wie die Gesamterschließung des Bauobjektes erfolgt,  über die Erschließungsanlagen (z.B. Schmutzwasser-, Regenwasserkanal), die Nutzung von Privatwegen oder auch die Nutzung von Garagenflächen.

Die Grundlagenurkunde/Baubeschreibung ist für den Käufer sehr wichtig, da in dieser der Qualitätsstandard des Objektes festgelegt wird.

 

BauGB

Das Baugesetzbuch legt fest, wie ein Bebauungsplan aufgestellt wird und auszusehen hat.

 

Baugrenzen

Innerhalb der Baugrenzen kann der Baukörper angeordnet werden.

 

Baukörper

Der Baukörper wird auch Baufenster genannt

 

Baustellenverordnung (BaustellV)

Diese gewährleistet Arbeitssicherheit bei allen Bauvorhaben.

 

Baulinien

Auf die Baulinie muss gebaut werden.

 

Bitum

Das Bitum ist eine nahezu wasserunlösliche schwarze Masse, die aus Erdöl gewonnen wird. Bitum eignet sich für Bodenfeuchtigkeit und nicht stauendes Sickerwasser sowie für sich zeitweise aufstauendes Sickerwasser.

Kaltselbstklebende Bitumdichtungsbahnen bestehen aus kunststoffmodifiziertem, selbstklebendem Bitum, das einseitig auf einer reißfesten Trägerfolie aufgebracht ist. Sie werden durch eine flächige Verklebung auf den Untergrund aufgebracht und eignen sich ebenfalls für Bodenfeuchtigkeit und nicht stauendes Sickerwasser.

 

Bodenplatte

Bezeichnung für verschiedene Fundamente/ Kombinationen dieser Fundamente mit einer Bodenplatte. Fachleute sprechen von einer Bodenplatte, wenn eine echte Platte gegossen wird, die tragende Aufgaben übernimmt. Alternativ wird diese auch Plattenfundament genannt.

Dachfuß oder Dachtraufe

Dachfuß oder kurz Traufe bezeichnet die Tropfkante am Dach. Wenn es regnet, kann das Wasser an der Tropfkante abfließen und wird in der Dachrinne aufgefangen.

 

Dachgrat

Grat steht für die Außenkanten an einem geneigten Dach.

 

Diffusionsfähigkeit

Sie beschreibt die Dampfdurchlässigkeit.

 

EEWärmeG

Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz

 

Einfriedung (Einfriedigung)

Das eigene Grundstück wird durch eine Mauer, einen Zaun oder eine Hecke zum nächsten Grundstück abgegrenzt. Die Einfriedung soll vor unbefugtem Betreten oder auch vor Einsicht schützen.

 

EnEV

Die EnEV gehört zum deutschen Wirtschaftsverwaltungsrecht. Der Verordungsgeber schreibt dem Bauherrn bautechnische Standardanforderungen zum effizienten Betriebsenergiebedarf des Gebäudes oder Bauprojektes vor. Der Verordnungsgeber handelt auf der rechtlichen Grundlage des Energieeinsparungsgesetzes (EnEG). Die EnEV gilt für Wohngebäude, Bürogebäude und Betriebsgebäude.

 

Festsetzung

Die enthaltenen Vorgaben im Bebauungsplan nennt man Festsetzung

 

First oder Dachfirst

So nennt man die waagerecht verlaufende Abschlusskante von Dachformen.

Ein Zeltdach besitzt keinen Dachfirst.

 

Gaube oder Dachgaube

Die Dachgaube oder kurz Gaube ist ein Dachaufbau, im geneigten Dach eines Gebäudes. Durch Fenster kann der Dachraum belüftet werden und es fällt Licht ein.

 

Gewährleistung bei Baumängeln

Am Tag der Bauabnahme bescheinigt der Käufer dem Bauherren (Bauträger) oder/und den Handwerkern, dass sie ihre Leistung ordnungsgemäß erbracht haben. Danach beginnt die Gewährleistungsfrist. In dieser Zeit können Nachbesserungen eingefordert werden, sofern der Bauherr beweisen kann, dass ein Mangel vorliegt.

Die Gewährleistungsfrist beträgt für Arbeiten am Gebäude fünf Jahre, bei beweglichen Sachen zwei Jahre.

 

Gewährleistungsfristen

Die Gewährleistung (Mängelhaftung oder Mängelbürgschaft) bestimmt Rechtsfolgen und Ansprüche, die dem Käufer im Rahmen eines Kaufvertrags zustehen.

 

GFZ

Die Geschossflächenzahl gibt an, wie viel Wohn- und Nutzfläche im Verhältnis zur Grundstücksfläche errichtet werden darf.

 

Giebel

Der Giebel wird gebildet aus der oberen abschließenden Wandfläche zum Dach hin.
Bei einem Walmdach ersetzt der Walm den Giebel.

 

Grundstückskaufvertrag

Der Verkäufer (Bauträger) verpflichtet sich, dem Käufer das Eigentum am Grundstück zu verschaffen und das Grundstück zu übergeben. Es entsteht ein zweiseitiges Rechtsgeschäft, wie bei jedem Kaufvertrag.

Der Käufer ist verpflichtet, den vereinbarten Kaufpreis (Festpreis) zu zahlen und das Grundstück abzunehmen. Es entsteht also ein schuldrechtliches Verpflichtungsgeschäft.

Der Grundstückskaufvertrag muss notariell beurkundet werden.

Zusätzlich bedarf es noch zum Eigentumsübergang, der Eignung über den Eigentumsübergang und der Grundbucheintragung.

Gründung

Gründung nennt man den Übergang vom Bauwerk zum Boden. Die Last vom Bauwerk auf den Baugrund wird gleichmäßig verteilt. Unter den tragenden Elementen des Bauwerks müssen lastverteilende Fundamente angeordnet werden, da die Festigkeit der Böden geringer ist als die der Baustoffe

 

GRZ

Die Grundflächenzahl gibt an, wie viel der Grundstücksfläche überbaut werden darf.

 

Holme

Zwei tragende Stangen einer Leiter, die mit kleineren Stangen (Sprossen) verbunden sind.

 

Kehle oder Ichse

Durch innen liegende Hausecken oder Dachgauben kommen Kehlen zustande.

Eine Dachkehle wird auch durch zwei aneinander treffende Dachflächen gebildet. Es entsteht also am Dach eine Innenecke. Bei Dachkehlen muss die Dacheindeckung besonders sorgfältig verlegt werden.

 

KfW

Kreditanstalt für Wiederaufbau; wurde 1948 nach der Grundlage des Gesetzes als Anstalt des öffentlichen Rechts gegründet. Sie ist die weltweit größte nationale Förderbank . Die KfW bildet mit ihren Töchtern DEG, KfW IPEX-Bank und FuB die KfW Bankengruppe. Das Bundesministerium der Finanzen fungiert als Rechtsaufsicht.

 

Koordinator (SiGeKo)

Der Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinator legt die erforderlichen Maßnahmen der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes fest. Er wird eingesetzt, wenn mehrere Unternehmen auf einer Baustelle tätig sind. Er übernimmt nicht die Pflichten des Bauherrn.

 

Neuralgisch

 

Ortgang

Der Ortgang stellt die Stirn des Hauses dar.

Gebildet wird der Ortgang durch den seitlichen Abschluss des Daches am Giebel. Ein Walmdach besitzt keinen Ortgang.

 

Perimeterdämmung

Zusätzlicher Schutz zur schwarzen Wanne

 

Perlite

Ein Vulkangestein

 

Sauberkeitsschicht

Die Sauberkeitssicht schützt vor Erdverschmutzungen beim Baubeton, sie beträgt 5 cm.

 

Schwarze Wanne

Abdichtung eines Bauwerkes im Boden, diese befindet sich auf der Außenseite des Gebäudes.

 

SiGe-Plan

Die Erstellung eines Sicherheits- und Gesundheitsschutzplans ist Pflicht. Diese kann vom Bauherrn auf eine andere Person (Koordinator, Bauleiter…) übertragen werden.

 

Sinterung

Bei Brenntemperaturen um 1.300°C erfolgt eine chemische Umstrukturierung.

 

Sorptionsvermögen

Die Aufnahme- und Abgabefähigkeit der Feuchte.

 

Streifenfundament

Ein Streifenfundament wird benutzt um eine größere Lastverteilungsfläche zwischen den aufstehenden Wänden und dem Boden zu erreichen.

Topografie

Gelände, Grundstück

 

Treuhandschaft

Fremde Rechte werden durch eine bevollmächtigte Person ausgeübt oder verwaltet.

 

Vorankündigung

Die Vorankündigung muss mindestens zwei Wochen vor Baubeginn bei der zuständigen Arbeitsschutzbehörde eingereicht werden. Diese ist obligatorisch, wenn mehr als zwanzig Beschäftigte gleichzeitig in einer Arbeitsschicht tätig sind und der Zeitaufwand den Umfang von dreißig Tagen überschreitet.

 

Wangen

 

Weiße Wanne

Ein Bauwerk, das wasserundurchlässig ist. Außenwände und Bodenplatten werden mit wasserundurchlässigem Beton (WU-Beton) hergestellt.

 

WU-Beton

Wasserundurchlässiger Beton